Fussball: C-Jugend des TuS Norderney spielt remis
Insulaner erkämpfen sich in Unterzahl ein 3:3 gegen den JFV Harlingerland
Die C-Jugend des TuS Norderney empfing am Samstag im Mühlentempel den JFV Harlingerland. Weil das angesetzte Handballspiel der C-Jugend-Landesliga nicht stattfand, konnte das Norderneyer Trainer-Duo erstmals in dieser Saison auf einen Kader von 21 Spielern zurückgreifen.
Pünktlich um 11.30 Uhr pfiff Schiedsrichter Dirks die Begegnung an. Die Insulaner waren von Beginn an gut im Spiel und drängten auf die Führung. Im Abschluss fehlte zunächst allerdings die nötige Konsequenz.
In der 12. Minute war es dann soweit: Visser brachte eine schön getretene Ecke von der linken Seite in den Strafraum, wo Aman per Kopf zum 1:0 traf. Kurz darauf musste der angeschlagene Visser das Spielfeld verlassen. Für ihn kam Mertens in die Partie.
Der TuS blieb am Drücker und legte in der 21. Minute nach. Wieder ging es über die linke Seite. Eine Hereingabe fand Aman, dessen Schuss abgewehrt wurde. Der Ball landete jedoch direkt vor den Füßen von Schmidt, der aus rund fünf Metern abzog und zum 2:0 vollendete.
Die Freude über die Zwei-Tore-Führung währte allerdings nur 60 Sekunden. Nach einem Fehler im Mittelfeld tauchte Mulder frei vor dem Norderneyer Tor auf und schob zum 1:2-Anschlusstreffer ein.
Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es turbulent: Culjak sah wegen einer Beleidigung seines Gegenspielers die rote Karte. Damit musste der TuS die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Gangart der Gäste zunehmend härter. Gleichzeitig wurde die Partie immer hektischer. In der 46. Minute sorgte eine umstrittene Szene für Aufregung: Nach einem Gerangel im Zweikampf ging ein Spieler des JFV im Strafraum zu Boden. Die Gäste protestierten lautstark und Schiedsrichter Dirks entschied auf Strafstoß.
TuS-Coach Hoogstraat reagierte und wechselte Saathoff aus. Für ihn kam Jevtic in die Partie. Scharfenberger übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß wuchtig zum 2:2.
In der Folge schlichen sich bei den Insulanern zunehmend Stellungsfehler ein. Die Partie wurde immer zerfahrener. In der 54. Minute gab es erneut einen Strafstoß für die Gäste. Schreiber war zunächst zu weit von seinem Gegenspieler entfernt und versuchte anschließend noch zu retten, traf dabei jedoch nur noch die Beine des JFV-Angreifers.
Wieder trat Scharfenberger an – und wieder blieb er eiskalt. Mit seinem zweiten verwandelten Strafstoß brachte er Harlingerland mit 3:2 in Führung.
Der TuS reagierte erneut personell: Schmidt verließ das Spielfeld, Elsing kam ins Spiel.
Doch trotz Unterzahl wollten sich die Gastgeber nicht geschlagen geben. Mit langen und hohen Bällen versuchten die Norderneyer, das Spiel schnell nach vorne zu verlagern.
In der 63. Minute wurde dieser Einsatz belohnt: Mertens setzte sich auf der linken Seite durch, erkannte seine Chance und versenkte den Ball zum viel umjubelten 3:3-Ausgleich im Netz.
In der Schlussphase wurde es noch einmal richtig hektisch. Mit dem Schlusspfiff stoppte Gherasim einen Angreifer des JFV Harlingerland im Strafraum. Der Stürmer ging zu Boden, woraufhin die Gäste erneut vehement einen Elfmeter forderten. Diesmal blieb der Pfiff jedoch aus – stattdessen beendete Schiedsrichter Dirks die mittlerweile sehr hitzige Begegnung.
Auch nach dem Abpfiff beruhigte sich die Situation zunächst nicht vollständig. Einige Spieler gerieten aneinander und wurden handgreiflich. Die Trainer beider Mannschaften konnten Schlimmeres verhindern.
Am Ende überwog beim Norderneyer Trainer-Duo dennoch die Erleichterung. Trotz der langen Unterzahl hatte sich die Mannschaft mit großem Einsatz einen Punkt erkämpft.
Viel Zeit zur Erholung bleibt allerdings nicht:
Am Sammstag geht es zum Auswärtsspiel nach Moordorf und am Sonntag treffen beide Mannschaften von heute im Sparkassen-Pokal erneut aufeinander.
TuS Norderney: Dreßler, Schreiber, E. Florescu, R. Florescu, Aman, Visser (Mertens), v. Hettinga, Schmidt (Elsing), Culjak, Gherasim, Saathoff (Jevtic).
( Pema, Zivkovic, Hoffmann, Tesche, Dwilles, Kampfer, Cömertpay.)
les.
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